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Sightseeing in Berlin –39. Berlin Marathon, 30. September 2012

Veröffentlicht am 05.10.2012

Ein LFrühstückslauf Berlin-Marathonaufbericht von Steffi Schiffgen 

Am Donnerstag vor dem Marathon fuhren Uli und ich gemütlich mit der Bahn von Herzogenbuchsee in der Schweiz nach Berlin. Wir mussten tatsächlich nur einmal in Olten umsteigen, und dann ging es direkt weiter bis zum Berliner Hauptbahnhof. Perfekt.

Am Freitag traf auch mein persönlicher “Hase“ in Berlin ein. Wie schon bei meinem allerersten Marathon in Düsseldorf fünf Monate zuvor wollte mein Vater mich wieder begleiten und mir das Abenteuer Marathon so leicht wie möglich machen. Mein Vater ist 73 Jahre alt, fit wie ein Turnschuh – und deutlich schneller als ich.

Einer der ersten Wege führte uns auf die riesige Marathonmesse, die in mehreren großen Hallen und auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof stattfand. Dort merkten wir sofort, wie international der Berlin Marathon ist, denn uns umgab ein wildes Durcheinander verschiedenster Sprachen. Mich überraschte, dass mehr als die Hälfte der knapp 40.000 Läufer aus dem Ausland kamen. So waren beispielsweise die Dänen mit über 5.000 Läufern sehr stark vertreten, und auch über 800 Läufer aus der Schweiz starteten in Berlin.

 

Einmal ins Olympiastadion einlaufen

Frühstückslauf Berlin-MarathonNur noch ein Tag bis zum Marathon. Zeit für den “Frühstückslauf“ am Samstagmorgen im Genusstempo. Vom altehrwürdigen Schloss Charlottenburg ging es über etwa fünf Kilometer zum imposanten Olympiastadion. Die Stimmung bei Läufern und Zuschauern war großartig, fröhlich und ausgelassen, und einige trugen die verrücktesten Verkleidungen. Wir liefen durch das Marathontor ins Olympiastadion ein – ein echtes Highlight! Der Frühstückslauf ist übrigens auch ideal für Begleiter und Familienangehörige. So war Uli natürlich dabei und hat die Atmosphäre in vollen Zügen genossen. Auf dem Rasen direkt neben dem Stadion gab es dann Frühstück. Bei 11.000 Teilnehmern an dem Frühstückslauf musste man allerdings sportlich unterwegs sein, um an den verschiedenen Ständen alles für ein komplettes Frühstück zu ergattern.

 

 

Der Tag X

Am Marathonsonntag hatten wir wie vorhergesagt perfektes Laufwetter, es war sonnig und schön kühl. Ich hatte für Berlin nach einem Trainingsplan von Herbert Steffny auf eine Zielzeit von 4:20 Stunden trainiert. Obwohl das zehnwöchige Training gut geklappt hatte, war ich kurz vor dem Marathon sehr unsicher. Auf den ersten Kilometern wurden wir dann auch prompt kräftig ausgestoppt, das Überholen langsamerer Läufer war ein etwas kräftezehrender Slalomlauf. Wer in Berlin auf Zeit laufen will, sollte sich unbedingt ganz, ganz vorne in seinem Block einsortieren! So etwa ab Kilometer 8 konnten mein Vater und ich endlich ungestört joggen, und es lief tatsächlich immer besser. Glücklicherweise machte meine Oberschenkel-Muskulatur dieses Mal nicht dicht. Bei meinem ersten Marathon hatte ich auf den letzten zehn Kilometern ziemlich gelitten, musste richtig beißen und konnte nur mit viel Mühe durchlaufen. In Berlin hingegen konnte ich mein geplantes Tempo halten und war auf der zweiten Hälfte sogar etwas schneller unterwegs. Die Bedingungen waren optimal! Es war nicht zu warm, und die Strecke tatsächlich fast völlig flach. Kurz nachdem wir glücklich das Brandenburger Tor durchlaufen hatten, finishten wir mit uns und der Welt zufrieden in 4:18 Stunden.

 

Auslaufen mit unserem Freund als Stadtführer

Der Riesenmuskelkater blieb dieses Mal bei mir auch aus, so dass drei Tage später einem Longjog über 20 Kilometer mit Sightseeing nichts im Wege stand. Unser Freund Gereon, der mitten in Berlin wohnt, wollte uns seine Lieblingsjoggingrunde zeigen, und so brachen wir am Mittwochmorgen wieder bei schönstem Sonnenschein vom Schloss Charlottenburg aus auf. Es ging an der Spree entlang und an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei zum Brandenburger Tor. Dort war direkt nach dem Marathon eine riesige Festmeile entstanden, und wir begingen den Tag der Deutschen Einheit stilvoll und international mit leckeren französischen Crêpes und deutschem Bier, bevor wir noch ein paar Kilometer durch den schönen Tiergarten joggten.

Fazit: Wir haben eine wunderschöne, erlebnisreiche Woche in Berlin verbracht. Neben dem Sport haben wir uns natürlich viel angeschaut, haben Museen besucht und an spannenden Führungen teilgenommen, sind einfach durch die Hauptstadt gebummelt und haben die Tage bei guten Gesprächen kulinarisch ausklingen lassen. Berlin als Städtereise in Kombination mit dem Marathon ist empfehlenswert!

 

Link zum Veranstalter: Berlin-Marathon

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